Digital Life
30.10.2013

US-Polizei setzt bei Verfolgungsjagden auf GPS-Geschosse

Die US-Polizei verfügt so über eine neue Möglichkeit, den Aufenthaltsort von Verdächtigen zu bestimmen.

Wie die BBC berichtet, wird das System mit dem Namen StarChase bereits in den US-Bundesstaaten Iowa, Florida, Arizona und Colorado eingesetzt und könnte auch bald in Großbritannien angewendet werden. Die notwendige Vorrichtung ist dabei fix in einem Polizeiwagen installiert und kann auf Knopfdruck aktiviert werden. Anschließend startet ein Geschoss in Richtung des vorausfahrenden Autos, das mit einem GPS-Empfänger ausgestattet ist. Läuft alles nach Plan, bleibt es im Auto stecken und sendet den jeweiligen Aufenthaltsort an die Behörden. So können gefährlichen Verfolgungsjagten mit Verdächtigen reduziert werden. Die Kosten, um die Vorrichtung an ein Auto zu montieren, betragen 5.000 Dollar, jedes Geschoss kostet 500 Dollar.

Wie State Patrol Trooper Tim Sieleman gegenüber dem Des Moines Register erklärt, hat er die Technologie auch bereits in der Praxis eingesetzt. „Ich konnte einen Wagen damit kennzeichnen und mich zurückziehen“, so Sieleman. Durch den GPS-Chip war der Aufenthaltsort des Autos dennoch weiterhin bekannt und der Verdächtige konnte einige Zeit später aufgehalten und festgenommen werden. „Diese neue Technik schützt viele Menschen“, sagt Sieleman. „Wir wollen keinen Unschuldigen wegen einer Verfolgungsjagt töten“, führt er weiter aus.

Der britische Polizeiexperte Dave Allen glaubt, dass der Preis für die Technologie schnell sinken wird und dass es schon bald flächendeckend eingesetzt werden könnte. Das System wirft aber gleichzeitig auch einige Fragen auf. „Es gibt auch andere Wege, Autos zu tracken und diese System könnte einige Probleme mit Bürgerrechten mit sich bringen“, so Allen.