Die Körper-Kameras würden alle Handlungen der Polizisten aufzeichnen

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Digital Life
08/29/2014

US-Senatorin will Polizisten mit Körper-Kameras ausstatten

Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Teenager in Missouri, fordert Senatorin McCaskill, dass alle Polizisten Videokameras am Körper tragen sollen.

Die tödlichen Schüsse auf einen unbewaffneten Teenager in Ferguson im US-Bundesstaat Missouri führten nicht nur zu Demonstrationen und Ausschreitungen, sondern auch zu einer Vorschlag, der einen massiven Ausbau der Überwachungspraktiken mit sich bringen könnte.

McCaskill möchte Polizeibeamte mit "Körper-Kameras" ausstatten. Die Videokameras könnten in der Kleidung der Polizisten eingearbeitet sein, sodass sie alles aufzeichnen, was die Beamten sehen.

Mehr Transparenz?

In einer Frage-Antwort-Runde meinte McCaskill: "Überall wo ich hinkomme, haben die Leute Videokameras. Polizeibeamte sind im Nachteil, denn jemand kann das Ende eines Streites aufnehmen, ohne dass dabei der Beginn der Auseinandersetzung gezeigt wird. Das könnte den Eindruck vermitteln, der Polizist hätte überreagiert."

McCaskill steht mit ihrem Vorschlag nicht alleine da. Denn erst kürzlich wandten sich Bürger mit einer Petition an das Weiße Haus, in der ähnliches gefordert wird. Mit mehr als 150.000 Unterschriften wollen die Unterzeichner die Obama-Regierung dazu auffordern, Polizeibeamte mit Videokameras am Körper auszustatten. Auch in den US-Medien ist eine Diskussion über die so genannten "Body Cameras" entbrannt.

Körper-Kameras bereits im Einsatz

Was einerseits die Überwachungspraktiken massiv ausbauen würde, könnte auch mehr Transparenz in die Arbeit der Polizei bringen. Wie ArsTechnica berichtet, sind in einigen US-Städten Polizisten bereits mit Körper-Kameras ausgestattet. So zum Beispiel in Fresno, Oakland, Rialto, Pittsburgh, Salt Lake City und Cincinnati.

Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Fälle von Polizeigewalt massiv zurückgegangen sind, seit Kameras alles aufzeichnen, was Polizisten sehen und tun.