Digital Life
19.11.2015

US-Universität weist Bericht über FBI-Zahlung zurück

Die Carnegie Mellon Universität bestreitet, von der US-Bundespolizei FBI eine Million Dollar für das Knacken des Tor-Netzwerkes erhalten zu haben.

Man habe von den US-Behörden kein Geld erhalten, teilte die Universität am Mittwoch in einer Aussendung mit. Die Universität erhalte jedoch von Zeit zu Zeit Ansuchen von Behörden Informationen zu ihrer Forschung weiterzugeben, heißt es in dem Statement weiter. Medienberichte über Millionenzahlungen des FBI an die Universität seien falsch.

Roger Dingledine, der Chef des Tor-Projekts beschuldigte Anfang der Woche das FBI, der Universität mindestens eine Million Dollar bezahlt zu haben, um das Tor-Netzwerk zu deanonymisieren und die wahren IP-Adressen der Nutzer herauszufinden.

Die Universität hatte die Vorwürfe in einer ersten Stellungnahme weder dementiert noch bestätigt. Eine der IP-Adressen, die im Rahmen der Aktion aufgedeckt wurde, gehört Brian Farrell, ein mutmaßlicher Kopf des Darknet-Marktplatzes Silk Road 2. Er soll noch in diesem Monat vor Gericht in Seattle im US-Bundesstaat Washington erscheinen.