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Flugzeug-Geheimnisse

USA klagt chinesischen Geschäftsmann wegen Cyberspionage

Das US-Justizministerium klagt den in Kanada lebenden chinesischen Geschäftsmann Su Bin an, über Cyberangriffe an geheime Daten von US-Militärluftfahrt-Unternehmen gelangt zu sein und diese an chinesische Unternehmen verkauft zu haben. Wie das Wall Street Journal berichtet, hält man Su vor, gemeinsam mit zwei Komplizen in China Cyberspionage betrieben zu haben. Bei ihren Tätigkeiten seien die drei in die Computersysteme von Boeing und anderen US-Unternehmen eingedrungen.

Gestohlen wurden bei den Cyberangriffen angeblich vor allem Daten zum Militär-Transportflugzeug C-17, aber auch zu den Kampfjets F-22 und F-35 von Lockheed Martin. Su wurde Ende Juni auf Antrag der USA in Kanada verhaftet. Ein Auslieferungsverfahren ist bereits im Gange. Das beschuldigte Trio um Su soll gestohlene Informationen an chinesische Unternehmen verkauft haben. Dies gehe aus E-Mails zwischen den Beschuldigten hervor. Su Bin fungierte offenbar als Fachexperte bei der Auswahl an Dateien, die als wertvoll erachtet wurden.

In China wird vom staatlich kontrollierten Unternehmen Xian Aircraft unterdessen ein Militärtransportflugzeug namens Y-20 gebaut, das einige Attribute der C-17 aufweisen soll. Gestohlene Daten rund um den Kampfjet F-35 sind keine Seltenheit. Bereits im Jahr 2009 wurde von chinesischen Cyberangriffen berichtet, um an geheime Informationen über die milliardenschwere Kampfjet-Entwicklung zu gelangen.

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