Digital Life
08.08.2013

USA: Richter erklärt Bitcoin zur Währung

In einem Verfahren gegen einen ehemaligen Bitcoin-Hedgefonds hat der zuständige Richter Bitcoins erstmals als "Währung oder eine Form von Geld" bezeichnet. Damit wurde die virtuelle Währung erstmals auch öffentlich von einer US-Behörde als Währung eingestuft.

Ein US-Bundesrichter bezeichnete in einem Verfahren erstmals Bitcoin als "Währung oder eine Form von Geld". Damit erhält die virtuelle Währung erstmals Anerkennung von einer US-Behörde, die Bitcoins eher skeptisch gegenüber stehen und Unterlagen des US-Finanzministeriums zufolge planen, diese zu regulieren. Demnach sollen auch Unternehmen, die mit Bitcoins handeln, als Finanzunternehmen eingestuft werden. Die Aussage des Richters erfolgte im Zuge eines Verfahrens gegen Trendon Shavers, dem Betreiber des auf Bitcoins basierenden Hedgefonds BTCST (Bitcoin Savings and Trust).

Betrugsschema war aufgeflogen
Hinter diesem wurde bereits seit längerer Zeit ein Schneeballsystem vermutet, im August des letzten Jahres wurde der Dienst dann abrupt eingestelt. Shavers soll zumindest 700.000 Bitcoins über diesen Weg eingenommen haben, die bis zum Ende des Dienstes einen Wert von rund 4,5 Millionen US-Dollar hatten. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hatte daraufhin Ermittlungen eingeleitet und Shavers wegen Betrugs festnehmen lassen.

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