Digital Life
19.07.2018

Video: Israelischer Flugzeug-Hersteller zeigt Kamikaze-Drohne

Die israelische Drohne Rotem L ist klein genug, um auch im Rucksack Platz zu finden.

Der israelische Flugzeug-Hersteller IAI (Israel Aerospace Industries) hat mit der Rotem L eine „Kamikaze-Drohne“ demonstriert. Diese soll von ihrem Bediener gezielt auf ein Ziel zugesteuert und dort zur Explosion gebracht werden. Dank einer Kamera kann der Flug der Drohne aus der Ferne überwacht und ein Angriff jederzeit abgebrochen werden. Pilot und Drohne können bis zu zehn Kilometer Drohne voneinander entfernt sein, eine Akkuladung reicht für 30 bis 45 Minuten Flugzeit aus. Die maximale Geschwindigkeit im Sturzflug beträgt 50 Knoten (rund 92 km/h), wobei ein Ziel auf bis zu einem Meter genau getroffen werden soll.

Zusammengeklappt ist die knapp 6,5 Kilogramm schwere Drohne relativ klein und lässt sich auch im Rucksack verstauen. Der Hersteller gibt an, dass die Drohne im zusammengeklappten Zustand 96,5 Zentimeter (38 Zoll) lang, 17,8 Zentimeter breit (7 Zoll) sowie 12,7 Zentimeter (5 Zoll) hoch ist.

Die Drohne verfügt über mehrere autonome Modi, sodass die Drohne beispielsweise auf Knopfdruck zum Piloten zurückfliegen kann. Zudem können Routen vordefiniert werden. Die Sprengladung der Drohne kann auch entfernt und zur Überwachungsdrohne umgebaut werden.

Es handelt sich nicht um die erste Drohne ihrer Art. Auch die im Vorjahr vorgestellte UVision Hero-400EC kann sowohl zur Aufklärung als auch als Kamikaze-Drohne genutzt werden. IAI hat zudem mit der Harop und der Green Dragon zwei weitere Modelle entwickelt, die als sogenannte „Loitering Munition“ (herumlungernde Munition) eingesetzt werden können. Dabei können die Drohnen für kurze Zeit über einem bestimmten Bereich kreisen, bis das gewünschte Ziel eintrifft.