Digital Life
11.08.2013

Viele Tweets bedeuten viele Wählerstimmen

Tweets können als Instrument für Wahlprognosen dienen. Das berichten Forscher der Indiana University in den USA. Sie fanden einen Zusammenhang zwischen dem Anteil an Tweets mit Namensnennung und den anschließend tatsächlich erzielten Stimmen.

Untersucht wurde Material, das den Namen eines Kandidaten für die Wahl des Repräsentantenhauses in den Jahren 2010 und 2012 enthielt. Dabei war es unerheblich, ob die Nachricht im Kurzmitteilungsdienst Twitter über den Kandidaten positiv oder negativ ausfiel: „Wir nennen das ein "Jede Aufmerksamkeit ist gute Aufmerksamkeit„-Ergebnis", sagte Fabio Rojas, Privatdozent für Soziologie an der Indiana University.

Meinungsbild
Die Forscher untersuchten insgesamt 537 Millionen Tweets. Sie wollten herausfinden, inwieweit das Verhalten auf einer Social-Media-Plattform wie Twitter benutzt werden kann, um politische Handlungen einzuschätzen. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten Umfragen das wichtigste Instrument dargestellt, um politische Meinungen zu beurteilen, erklärte Joseph DiGrazia, Doktorand am Institut für Soziologie der Uni. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass es massenhaft ungenutzte, verlässliche Daten gibt, die Einblick in die öffentliche Meinung geben können."

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