Digital Life
30.04.2012

Vier von fünf Internetnutzer ignorieren AGBs

Einer Bitkom-Studie zufolge lesen nur rund 22 Prozent der deutschen Internetuser mehr oder weniger regelmäßig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Online-Anbietern.

Laut der aktuellen Studie lesen sechs Prozent der Befragten "immer" und 16 Prozent "manchmal" die AGB. 17 Prozent gaben an, das Kleingedruckte "selten" zu lesen, 23 Prozent tun dies "nie". Keine Angaben machte ein Drittel der Befragten. Bitkom-Präsident Dieter Kempf sieht Länge, mangelnde Klarheit und Verständlichkeit der Bedingungen als Hauptgrund. Von den Befragten verstehen 22 Prozent laut eigener Aussage die Texte meistens nicht, ein überwiegender Teil wünscht sich klarere Formulierungen.

"Das Dilemma liegt darin, dass Unternehmen die AGB so formulieren müssen, dass sie juristisch optimal aufgestellt sind. Der Verständlichkeit kommt das nicht zugute, so Kempf. Unternehmen empfiehlt er, neben dem juristischen Text etwa einen Frage-Antwort-Katalog anzubieten, der leichter verständlich formuliert ist.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer einer repräsentativen Erhebung, wobei im April 2012 über 1000 Internetnutzer in Deutschland befragt wurden.