Digital Life 18.10.2017

Vortrag: Wie die EU gegen russische Fake News vorgeht

© Bild: AP

Die EU geht bereits seit 2015 aktiv gegen russische "Fake News"-Kampagnen vor. Am Montag gibt der Leiter der Task Force Einblick in seine Arbeit.

Das Thema Fake News ist seit der US-Wahl 2016 allgegenwärtig. Während der Wahlkampf in Österreich und Deutschland weitestgehend davon verschont geblieben sind, bereitet man sich vielerorts aber dennoch auf die neuen Herausforderungen vor. Bereits im September 2015 gründete der Europäische Auswärtige Dienst der EU die „East StratCom Task Force“, die gegen „europafeindliche Attacken des Kreml“ vorgehen soll. Seien es nun Trolle in den sozialen Medien oder Fake News, die Task Force soll EU-Bürger über aktive Desinformationskampagnen aufklären.

Vortrag am Montag

Diese stellen oftmals ein großes Risiko für EU-Bürger dar. So wurden in Berlin und Litauen beispielsweise Gerüchte über angebliche Vergewaltigungen verbreitet, die den Zorn der Bürger auf Zuwanderer und NATO-Soldaten lenken sollte. Am Montag, den 23. Oktober (18 Uhr), besucht Giles Portman, Leiter der Task Force, das Haus der Europäischen Union in Wien, um über seine Erfahrungen zu erzählen. Dabei gibt er einerseits Einblicke in die Taktik und Methoden russischer Propaganda, wird aber auch mit Katharina Schell, Mitglied der Chefredaktion der APA, über das Thema diskutieren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Otmar Lahodynsky, „profil“-Redakteur und Internationaler Präsident der „Association of European Journalists“ (AEJ). Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per E-Mail (COMM-REP-VIE-HAUSDEREU@ec.europa.eu) wird gebeten.

( futurezone ) Erstellt am 18.10.2017