Digital Life
03.08.2017

WannaCry-Erpresser heben 120.000 Euro in Bitcoin ab

Rund 120.000 Euro, die den WannaCry-Hintermännern als Lösegeld überwiesen wurden, sind aus drei Bitcoin-Wallets verschwunden.

Die Schadsoftware WannaCry hat Computer in 150 Ländern verschlüsselt und zu Problemen in Unternehmen und öffentlicher Verwaltung geführt. Das Lösegeld, das die Betroffenen für die Entschlüsselung bezahlt haben, lag seit der Attacke ungenutzt in Form von Bitcoins auf drei Bitcoin-Konten, sogenannten Wallets, herum. Jetzt haben sich die Hintermänner wohl entschieden, die Digitalwährung zu Geld zu machen. Sie haben das Lösegeld aus den drei Wallets abgehoben, wie der Guardian berichtet.

Zwischen dem 24. Juli und dem dritten August sind die ersten 20.000 Euro aus den Bitcoin-Wallets verschwunden. Am frühen Mittwochmorgen wurde dann auch das restliche Geld abgehoben, in sieben Tranchen zwischen 16.600 und 23.200 Euro. Die Wallets wurden seit der WannaCry-Attacke von Ermittlern überwacht, da sie durch die Überweisungsinstruktionen an die Opfer bekannt wurden. Durch spezielle Verfahren, die Bitcoin-Mixer oder -Tumbler genannt werden, ist es aber möglich, die Spur der abgehobenen Bitcoins zu verschleiern.

Trotzdem gibt es Hinweise darauf, wohin das Geld geflossen sein könnte. Ein Experte sagte gegenüber CNBC, er gehe davon aus, dass die Bitcoins in die auf Privatsphäre und Anonymität ausgelegte Cryptowährung Monero konvertiert wurden. Auch Einkäufe mit den Bitcoins im sogenannten Darknet wären eine Option für die Erpresser.