© wikipedia

Probleme
08/06/2012

Weltweiter Ausfall von Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia und die Betreiberorganisation Wikimedia waren am Montagnachmittag im Netz nicht mehr erreichbar. Während auf die deutsche Wikimedia-Seite noch zugegriffen werden konnte, waren sämtliche Wikipedia-Inhalte weltweit, aber auch Wikimedia.org offline. Aktuell ist die Seite in Europa wieder zugänglich.

Was den weltweiten Ausfall verursacht hat, ist derzeit noch unbekannt. Wie Wikimedia Deutschland auf Anfrage der futurezone versicherte, werde an der Fehlerbehebung gearbeitet. „Wir hoffen an eine rasche Lösung des Problems“, so eine Wikimedia-Sprecherin. Ob es zu einem Ausfall eines oder mehrerer Server – in den USA oder Europa – gekommen ist, wollte Wikimedia nicht kommentieren.

Tampa als Problem
Derzeit deutet zumindest alles darauf hin, dass die Hauptserver in Tampa, Florida mit einem Problem zu kämpfen haben. Laut dem Server-Admin-Log heißt es dort um 15:17 (13:17 GMT): „Mehr oder weniger scheint alles down bei Wikimedia /Wikipedia“. Von 15:26 existiert ein zweiter Eintrag, der Routing-Probleme zu Tampa als Ursache angibt. Aktuell (16:20) werden Inhalte zwar verzögert angezeigt, allerdings in einer grafisch abgespeckten Version.

Neben Wikimedia.org und der Wikipedia-Plattform sind auch sämtliche anderen Wikimedia-Portale wie Wikibooks, Wiktionary, Wikinews oder Wikiversity von den Problemen betroffen - was ebenfalls auf ein Problem im Hauptserver in Tampa hindeutet.

Update - Services von Europa aus wieder erreichbar
Seit kurz nach 17:00 sind die Wikimedia-Plattformen zumindest von Europa aus wieder problemlos erreichbar. In einem entsprechenden Eintrag im Server-Admin-Log heißt es, dass der europäische Traffic nun wieder über das Amsterdam Cluster (esams) der Wikimedia Foundation geführt werde. Ob ohnehin nur Europa von dem Blackout betroffen war oder andere Regionen wie die USA weiterhin mit Problemen kämpfen, ist derzeit nicht bekannt.

Mehr zum Thema

  • Wikipedia laufen die Autoren davon
  • Wikimedia plant Reiseplattform
  • Wikipedia schaltet russisches Angebot ab