Nachhilfe
03/26/2012

Wenige Apps: Microsoft und Nokia unter Druck

Neues Programm soll Entwickler für Windows Phone anlocken

Um das im Vergleich zur iOS- und Android-Plattform weiterhin verhaltene Interesse von App-Entwicklern für Windows Phone anzukurbeln, investieren Microsoft und Nokia 18 Millionen Euro in ein neues App-Developer-Programm. Das gaben die Unternehmen am Montag bekannt. Das unter dem Namen „AppCampus“ angekündigte Programm soll an der Aalto Universität in Helsinki angesiedelt sein.

Nur zwei Prozent Marktanteil
Trotz positiver Kritiken bei der Einführung kommt Microsofts Windows Phone Plattform nur sehr zögerlich vom Fleck. Sowohl beim Marktanteil, der laut dem Marktforschungsunternehmen Strategy Analytics für Microsoft von ehemals 13 vor vier Jahren auf nun zwei Prozent gefallen ist, als auch bei der Anzahl der Apps hinkt Microsoft den übermächtigen Konkurrenten Google und Apple weiterhin hinterher. Immerhin konnte die Zahl der vorhandenen Apps mittlerweile auf 65.000 gesteigert werden – zu den mehreren Hunderttausend Apps der Konkurrenz ist es aber noch ein weiter Weg.

Weniger problematisch als die quantitative Anzahl der Apps ist laut Ansicht von Marktbeobachtern aber auch das verhaltene Interesse von Entwicklern, Apps in jedem Fall auch für Windows Phone zu anzubieten. So sorgte etwa am Wochenende die Meldung für Aufregung, dass der wie Nokia finnische Anbieter Rovio sein neuestes Spiel

nicht für Windows Phone entwickeln werde. Diese Meldung wurde in der Zwischenzeit zwar dementiert, wann das Spiel für Windows Phone verfügbar sein wird, steht jedoch in den Sternen.