Digital Life
22.11.2015

Wer seine Telefonnummer twittert, bekommt Katzen-Spam

Mit einer ungewöhnlichen Maßnahme will ein US-Entwickler Twitter-Nutzer zu mehr Datenschutz erziehen: Wer seine Telefonnummer öffentlich twittert, bekommt Katzen-Spam.

Ein ungewöhnliches Projekt soll Twitter-Nutzer darauf aufmerksam machen, dass sie ihre Telefonnummer nicht öffentlich posten sollten. Ein anonymer US-Entwickler hat einen Bot entwickelt, der alle Tweets nach Telefonnummern durchsucht und an diese per SMS „Katzen-Spam“ verschickt. Dieser enthält Fakten und Bilder zu Katzen. Um sich vom unfreiwillig abgeschlossenen Abo zu befreien, müssen die Twitter-Nutzer folgende Nachricht an Whistleblower Edward Snowden verschicken: „Meow, I <3 catfacts“ (Miau, ich liebe Katzen-Fakten).

Snowden hat bislang noch nicht auf die Flut an Tweets reagiert. Viele von den betroffenen Twitter-Nutzern wissen offenbar nicht einmal, wer Snowden ist. „Wenn die Leute Fotos von ihren Führerscheinen oder Bankomatkarten twittern und retweetet werden, verstehen sie meist, dass sie einen Fehler gemacht haben. Bei Telefonnummern denken sie aber nicht mit“, so der Entwickler hinter dem ungewöhnlichen Projekt.

Nicht erlaubt

Zudem gibt er zu Bedenken, dass Android-Nutzer durch den Stagefright-Bug einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind, wenn sie ihre Telefonnummer öffentlich machen. Der Entwickler will anonym bleiben, da er neben den Nutzungsbedingungen von Twitter und einer SMS-Seite wohl auch gegen einige geltende Gesetze gegen Spam verstößt. Auch wenn sein Projekt nicht immer das Ziel erreicht, etwas positives kann er dem Ganzen dennoch abgewinnen: „Zumindest wissen sie jetzt etwas mehr über Katzen.“