Digital Life
11.02.2015

Wikileaks-Informantin Manning schreibt für den Guardian

Chelsea Manning, die eine 35-jährige Haftstrafe in einem US-Militärgefängnis abbüßt, soll eine Kolumne über Krieg, Gender-Themen und Informationsfreiheit schreiben.

Die verurteilte Wikileaks-Informantin Chelsea Manning wird Autorin für den US-Onlineauftritt des britischen „Guardian“. Das teilte die Chefredakteurin von „Guardian US“, Katharine Viner, am Dienstag auf Twitter mit. Manning werde Meinungsartikel über Krieg, Gender-Themen und Informationsfreiheit schreiben.

Manning ist in einem Militärgefängnis in Fort Leavenworth (Bundesstaat Kansas) inhaftiert. Sie wurde im Sommer 2013 als US-Soldat für die Weitergabe von Staatsgeheimnissen an die Online-Enthüllungsplattform Wikileaks zu 35 Jahren Haft verurteilt.

Informantin für Wikileaks

Die damals noch mit dem Vornamen Bradley als Mann lebende Manning hatte während der Stationierung im Irak vor vier Jahren Hunderttausende Armeedokumente sowie Depeschen der US-Diplomatie von Militärrechnern heruntergeladen und der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks zugespielt.

Nach eigenen Angaben wollte Manning eine öffentliche Debatte über die Kriege in Afghanistan und im Irak anstoßen. Im Mai 2010 wurde der damalige Obergefreite auf einem Stützpunkt nahe Bagdad festgenommen.