Business
01/26/2011

Yahoo erwartet Umsatzrückgang

Der Internet-Konzern verliert zunehmend an die Konkurrenz

Der US-Internetkonzern Yahoo verliert verstärkt Geschäft an die Konkurrenz. Weil Rivalen wie Google und Facebook zunehmend Druck machen, stellt sich das Yahoo-Management auf einen erneuten Rückgang der Erlöse ein. Die am Dienstag nach US-Börsenschluss mitgeteilte Umsatzprognose für das laufende Quartal liegt unter den Analystenerwartungen. Am Markt kam das nicht gut an: Die Yahoo-Aktie gab im nachbörslichen Handel drei Prozent nach.

Yahoo ist eine der beliebtesten Internet-Adressen weltweit und die zweitgrößte Suchmaschine nach Google. Die Zugriffe auf die Yahoo-Webseite sind allerdings mittlerweile seit drei Quartalen rückläufig. Daher dreht der Konzern zunehmend an der Kostenschraube. Das Management gab die zweite Runde von Stellenstreichungen binnen sechs Wochen an. Die weltweite Belegschaft soll um ein Prozent reduziert werden. Dagegen gab Rivale Google bekannt, im laufenden Jahr so viele Beschäftigte neu einstellen zu wollen wie noch nie. Yahoo beim Sparen helfen soll zudem die 2009 besiegelte Suchmaschinen-Kooperation mit Microsoft.

Facebook sei "keine Konkurrenz"
Die Konkurrenz durch das Internet-Netzwerk Facebook bringt das Geschäft mit Werbeanzeigen nach Worten von Yahoo-Finanzchef Tim Morse jedoch nicht unter Druck. "Wir sehen wirklich keine Konkurrenz dieser Art", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Im vergangenen Quartal konnte Yahoo den Gewinn auf 312 (Vorjahreszeitraum: 153) Millionen Dollar mehr als verdoppeln. Je Aktie ergab sich damit ein Ergebnis von 24 (elf) Cent. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten. Diese hatten im Durchschnitt mit 22 Cent gerechnet. Der Nettoumsatz fiel auf 1,2 (1,26) Milliarden Dollar, während die Expertenschätzungen bei 1,19 Milliarden lagen. Die Kennziffer lässt Erlöse unberücksichtigt, die mit Webseitenpartnern geteilt werden.

Für das laufende Quartal erwartet Yahoo einen Nettoumsatz von 1,02 bis 1,08 Milliarden Dollar. Analysten sagten dagegen bisher 1,13 Milliarden voraus

(APA/reuters)

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