Nach dem iPhone 6 Plus droht nun auch dem Nexus 6P ein "Bendgate"

© JerryRigEverything

Bendgate
11/09/2015

YouTube-Videos: Nexus 6P lässt sich leicht zerbrechen

Nach Apple dürfte nun auch Google sein Bendgate haben. Ein Video-Blogger zeigt, wie leicht sich das Nexus 6P verbiegen und zerbrechen lässt. Aber auch andere User klagen.

Zwei Videos, in denen der YouTube-Blogger JerryRigEverything vor laufender Kamera ein Nexus 6P (zum futurezone-Test) praktisch mühelos verbiegt und schließlich zerbricht, sorgen derzeit für Aufregung im Netz. So soll das Gerät eine besondere Schwachstelle aufweisen, da zwischen Akku und Motherboard ein Hohlraum besteht. Das von Huawei produzierte Gerät soll auch deswegen relativ leicht zerbrechen, da das Displayglas und die darunterliegenden Schichten nur mit kleinen Plastikhalterungen mit dem Rahmen gesichert sind.

Stresstest für Nexus 6P

Der Blogger hatte das Nexus 6P zunächst einer Reihe von Kratzfestigkeits- und Hitzebeständigkeits-Tests ausgesetzt. Viele User hatten ihn daraufhin kritisiert, dass das Gehäuse schon mitgenommen war und deshalb leichter zerstörbar gewesen sei. In einem zweiten Video mit einem neuen Nexus 6P konnte er den Vorgang aber 1:1 wiederholen. Man benötige nur wenig Kraft, auch seine kleine Schwester könne das Gerät wohl mühelos verbiegen und auseinanderbrechen, kritisiert der Blogger.

Abgesehen von den umstrittenen Videos häufen sich auf Reddit und anderen Foren aber auch Berichte von Usern, deren Rückseiten-Glas spontan Risse bekommen hat. Dieses deckt die Kamera ab, während der Rest vom Gehäuse in Metall produziert ist. Einige User spekulieren, dass das mit Temperaturunterschieden zu tun haben könnte. Sie warnen davor, das warmgelaufene Google-Handy auf sehr kalte Untergründe zu legen. Das sei derzeit wohl die wahrscheinlichste Erklärung, warum das Glas ohne ersichtliche Gewalteinwirkung springe.

"Vorbild" Apple

Den Berichten zufolge könnte damit auch Google sein persönlichen „Bendgate“ bevorstehen, wie es Apple mit seinem iPhone 6 Plus erleben musste. Bislang nahm jedoch weder der Konzern noch Huawei zu den Vorwürfen und drastischen Videos Stellung. Auch Apple wies damals Vorwürfe, das größere iPhone könne sich leicht in der Hosentasche verbiegen, mit Hinweis auf die wenigen gemeldeten Fälle zurück.

Beim Nachfolger 6S Plus soll Apple nichtsdestotrotz den Rahmen aber noch härter gestaltet haben, damit solche Vorfälle nicht mehr vorkommen. Auf die guten Verkaufszahlen wirkte sich die Berichterstattung nicht nachweislich aus. Es bleibt abzuwarten, ob die Nexus-Serie von den Videos einen Image-Schaden davonträgt.