Digital Life 02.05.2018

Zeitverschwendung: Bill Gates lehnte Posten als Trump-Berater ab

© Bild: APA/AFP/GETTY IMAGES/Drew Angerer / Drew Angerer

Der US-Präsident bot Bill Gates den Posten als wissenschaftlicher Berater an. Dieser will seine Zeit aber besser nutzen.

US-Präsident Donald Trump habe Microsoft-Gründer Bill Gates den Posten als wissenschaftlicher Berater des Weißen Hauses angeboten. Das sagte Gates in einem Interview mit der Wissenschafts-Plattform Stat. „Ich sagte: Hey, vielleicht sollten wir einen wissenschaftlichen Berater haben. Er antwortete: Will ich der wissenschaftliche Berater werden?“, erklärte Gates. Der 62-jährige lehnte das Angebot jedoch ab, es sei „kein guter Nutzen seiner Zeit“.

Es ist unklar, wie ernst es Trump mit dem Angebot meinte. „Ich habe nicht auf die Probe gestellt, ob sein Angebot ernst gemeint war oder nicht. Er wusste es vermutlich selbst nicht. Es war wohl eine Höflichkeit, er wollte einfach freundlich sein“, sagte Gates. Das Weiße Haus kommentierte den Bericht ebenfalls vorerst nicht. Der Posten des wissenschaftlichen Beraters ist jedoch nach wie vor unbesetzt. Zuletzt hatte diese Position der von Barack Obama einberufene John Holdren inne. 

Wenig Positives für Trump

Gates zeigte sich im Interview wenig begeistert über Trump. Bereits im Vorfeld kritisierte er seine "America First"-Politik. Er habe mit dem US-Präsidenten über die Entwicklung eines Grippe-Impfstoffs gesprochen. Diese Unterhaltung sei wohl „die längste Konversation über einen Grippe-Impfstoff gewesen, die der Präsident je hatte“, so Gates.

Der Microsoft-Gründer widmet sich seit seinem Rücktritt als CEO wohltätigen Zwecken und versucht mit der „Bill and Melinda Gates Foundation“ vor allem die Entwicklung und Verbreitung von Impfstoffen für Krankheiten wie AIDS, Tuberkulose und Malaria voranzutreiben.

( futurezone ) Erstellt am 02.05.2018