Digital Life
16.11.2015

Zippverschluss für Baustellen

Die Asfinag setzt in den kommenden Jahren einen "Road Zipper" ein, der Betonwände bei Tagesbaustellen in Zippverschluss-Manier verschieben kann.

Tages- und Nachtbaustellen werden gegenwärtig mit Plastikhütchen abgesichert, bei zwei Baustellen in Wien, bei denen über Monate nur in der Nacht gearbeitet werden kann, kommt ein in den USA entwickeltes neues tonnenschweres Gerät zum Einsatz, der „Road Zipper“. Diese Maschine – im englischen „Barrier Transfer Machine“ genannt -, versetzt Betonleitwände von einer auf die andere Seite – übrigens bei einer Geschwindigkeit von bis zu 8 km/h. Ähnlich wie bei einem Zipp-Verschluss gelangen die Teile vorne in die Maschine, werden im Inneren verschoben und kommen hinten versetzt wieder zum Vorschein.

Spezielle Betonwände

Einziger Nachteil der Methode ist, dass der Road Zipper nur spezielle Betonwände verschieben kann, die an der oberen Seite einen Wulst haben, bei denen der Mechanismus – eine Führungsschiene aus kleinen Kugelgelenken – greifen kann. Herkömmliche Betonwände, wie sie heute schon im Einsatz sind, können nicht verwendet werden. Jeder Betonteil wiegt 680 Kilogramm und ist mit dem anderen verbunden. In regelmäßigen Abständen gibt es Spezialelemente, um Spannungen zu absorbieren.

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Freie Fahrt am Tag

„Der Road Zipper wird bei den Bauarbeiten im Stadlauer- und Hirschstettner-Tunnel zum Einsatz kommen“, sagt Asfinag-Vorstandsvorsitzender Alois Schedl. In der Nacht werden die zwei Fahrspuren auf eine reduziert, in der Früh versetzt er die Betonwände wieder an die Tunnelwand, sodass den Autofahrern wieder zwei Fahrspuren zur Verfügung stehen. Die Entscheidung für den Road Zipper, der seit Anfang 2015 übrigens bei der Golden Gate-Bridge in San Francisco eingesetzt wird, ist vor allem deshalb gefallen, um die Sicherheit bei Baustellen zu heben. „Plastikhütchen bieten ja keine Sicherheit“, so Schedl. Der Road Zipper wird geleast – je sechs Monate im kommenden Jahr und sechs Monate 2017.