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03.07.2015

Gewaltspiele verurteilender Politiker schmuggelte Waffen

Der kalifornische Senator Leland Yee führte eine Kampagne gegen Gewaltspiele. Nun gab er Bestechung, Erpressung und Waffenschmuggel zu.

Wie die Webseite Polygon berichtet, bekannte sich der 66-jährige kalifornische Senator Leland Yee vor Gericht schuldig, Bestechungsgelder angenommen zu haben, Geld erpresst zu haben und das Schmuggeln von Waffen angeboten zu haben. Letzteres geschah gegenüber verdeckten FBI-Ermittlern. Der Fall schien also ohnehin nicht zu Gunsten Lelands auszugehen. Das pikanteste Detail an dem Korruptionsfall: Yee trat zuvor als vehementer Gegner von Gewaltspielen auf.

Als Autor eines Gesetzesvorschlages wollte Yee den Verkauf von Spielen mit gewalttätigen Inhalten verhindern. Den Argumenten von Spielern wollte Yee im Jahr 2013 gar nicht zuhören. "Spieler müssen einfach den Mund halten. Sie haben keine Glaubwürdigkeit in dieser Diskussion. Es geht hier nur um ihre Lust auf Gewalt und die Lust der Industrie auf Geld."

Das FBI hatte Yee im März 2014 verhaftet. Im laufenden Gerichtsprozess bekannte sich Yee nun teilweise schuldig und hofft, dass die Staatsanwaltschaft dadurch einige Anklagepunkte gegen ihn fallen lässt. Dennoch drohen ihm 20 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar.