© Cliffhanger Productions

Games
09/16/2015

Shadowrun Chronicles: Vom Kickstarter-Erfolg zur Insolvenz

Das Wiener Studio Cliffhanger sorgte 2012 mit einer Kickstarter-Kampagne für Schlagzeilen, nun ist man insolvent. Im Vortrag erklärt der Gründer, wie es dazu kommen konnte.

Cliffhanger hat in den letzten Monaten ein wahre Achterbahnfahrt hinter sich. Der Wiener Spieleentwickler wurde 2010 von den beiden Videospiel-Veteranen Michael Paeck und Jan Wagner gegründet und beschäftigte zuletzt 29 Mitarbeiter, viele davon von Branchengrößen wie Blizzard, Rovio, Ubisoft oder Crytek. Doch nach drei großen Titeln musste das Studio Ende Mai unerwartet Insolvenz anmelden.

Ein herber Verlust

für die österreichische Szene
, die sich in den letzten Jahren durch ordentliches Wachstum auszeichnete. Doch wie konnte es so weit kommen? Michael Paeck gibt am Donnerstag in einer selbstkritischen Projektanalyseeinen Rückblick auf die Hochs und Tiefs der Entwicklung von Shadowrun Chronicles.

So geht es weiter

Im August 2012 setzte Cliffhanger noch einen neuen österreichischen Rekord. Mit mehr als 558.000 US-Dollar wurde die Finanzierung von Shadowrun Chronicles gesichert, doch mehrere Rückschläge verlängerten die Entwicklungsdauer deutlich. Vor dem Release von Shadowrun Chronicles im Mai wurde noch der Free-to-Play-Titel Aerena veröffentlicht, der vor allem in Asien eine Fangemeinde fand.

Wie es nun mit Cliffhanger, Shadowrun und der österreichischen Spieleszene weitergeht, erläutert Paeck am Donnerstag im Rahmen der Vortragsreihe Subotron Pro Games. Die von der Wirtschaftskammer Wien unterstützte Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 17. September, um 19 Uhr im Raum D (quartier 21) des Wiener Museumsquartiers statt. Der Eintritt ist frei.