myfuzo | Blog
02.03.2015

Auf Android-Schnitzeljagd

Google lockt auf dem MWC mit Pins. Doch die Sammelstücke müssen weg.

Das Android-Männchen ist wohl für Tech-Nerds das, was Mickey Maus für kleine Kinder ist. Irgendetwas hat dieses kleine grüne Männchen an sich, das Smartphone-Nutzer aller Fraktionen begeistert und wieder ein bisschen Kind werden lässt. Ähnlich müssen meine Augen geleuchtet haben, als ich auf dem Mobile World Congress zwei Männer mit offiziellen Android-T-Shirts an mir vorbeigehen sah. Konnte es wahr sein? War Google auf den Mobile World Congress zurückgekehrt?

Kurzer Blick zurück:Vor genau vier Jahren - auf meinem ersten Mobile World Congress - sorgte Google auf der sonst so trockenen Fachmesse mit einem verspielten Stand für Aufsehen. Kostenlose Ice Cream Sandwiches und Smoothies, Rutschen mit Foto-Automaten, unzählige Android-Pins zum Sammeln und ein Greifautomat mit Android-Puppen verwandelten einen Teil der Messe zum Spielplatz. Doch das sollte der letzte Auftritt von Google in Barcelona sein, denn der US-Konzern hatte danach keinen offiziellen Stand mehr.
Mit den freudigen Erinnerungen daran nahm ich die Verfolgung auf. Ein Lollipop wäre nach den Hands-Ons genau das Richtige. Die beiden Männer schritten durch die Halle nach draußen. Als sie die Tür öffneten, lachte mich bereits das große grüne Android-Männchen an. Das musste ich mir näher ansehen, auch wenn es auf den ersten Blick nicht nach dem traumhaften Nerd-Spielplatz aus 2011 aussah. Er war es auch nicht. Google hatte einen kleinen Stand aufgebaut, an dem man sich als Android-Männchen nachbauen und anschließend eine Badge damit ausdrucken konnte. Zudem gab es Lollipops, eigenartige Getränke, personalisierte Taschen und Android-Pins zur Belohnung.
Vor allem die Android-Pins hatten es mir angetan. Die Pins sind mittlerweile Kult-Objekte, auf der CES und der Google I/O werden jedes Jahr neue Pins in limitierten Stückzahlen verteilt. Für den diesjährigen MWC hat Google124 verschiedene Pin-Motive an 32 Ständeverteilt. Als ich den „Mr Monks“-Pin in Händen hielt war klar: Es kann nicht bei einem Pin bleiben. Ein Blick auf die Karte offenbarte, dass sechs Stände in der Nähe Pins hatten. Mit dem Kollegen Gruber im Schlepptau machte ich mich eine halbe Stunde vor dem Ende der Messe auf, um neue Pins zu entdecken.
Erste Station: Alcatel. Dank einer vollen Schüssel mit Pins ein Kinderspiel. Bei SAP wurde es aber schwierig. „Die sind nur für besondere SAP-Mitarbeiter, die am Stand die Zusammenarbeit mit Android erklären.“ Von Sammel-Pins wusste man dort nichts. Auf zu den Chip-Herstellern. Imagination, Check. MediaTek, erledigt. Nur bei ARM war man bereits in Feierlaune und hatte alles weggeräumt. Auch bei Panasonic durfte ich mir einen Pin aus der Schüssel nehmen, kassierte dabei aber einen frustrierten Blick einer Stand-Mitarbeiterin. Fünf Pins in einer Stunde, eine ordentliche Ausbeute. Auch am Dienstag werde ich in den Messehallen die Augen offenhalten und Pins einsammeln.

Pins zu gewinnen

Findige Leser werden wohl sagen: Schreibt das nicht gerade der gleiche Redakteur, der sich vor einigen Monaten über „Kugelschreiber-Jäger“ aufgeregt hat? Erwischt. Deswegen werde ich die Pins auch nicht behalten, sondern an einen kreativen futurezone-Leser verschenken. Dafür wünsche ich mir aber auch Etwas: Ein Android-Männchen im futurezone-Design. Jener Leser, der mir das beste Design schickt (E-Mail mit Betreff „Android-Schnitzeljagd“ an michael.leitner@futurezone.at), bekommt meine komplette Ausbeute des Mobile World Congress (inklusive Lollipop).