Netzpolitik
01/17/2013

Aaron's Law: Abgeordnete will Gesetz ändern

Die demokratische Kongress-Abgeordnete Zoe Lofgren will nach dem Tod des Internet-Aktivisten Aaron Swartz nun das Gesetz ändern, wegen dem der 26-jährige Computer-Aktivisten theoretisch zu einer Höchststrafe von 50 Jahren verurteilt werden hätte können.

Wie am

wurde, hat sich der bekannte Entwickler und Computer-Aktivist Aaron Swartz das Leben genommen. Bereits als 14-Jähriger schrieb er an der Implementierung des RSS-Protokolls mit und war auch an der Gründung von Reddit beteiligt.

Im Sommer 2011 wurde er beschuldigt, 4,8 Millionen Artikel und Dokumente von der wissenschaftlichen Non-Profit-Online-Plattform JSTOR heruntergeladen und über Filesharing-Netzwerke verteilt zu haben. Weiters wurde ihm zur Last gelegt, dafür einen Computer am MIT illegalerweise gehackt zu haben. Als Höchststrafe für die ihm vorgeworfenen Vergehen drohten ihm 50 Jahre Gefängnis und vier Millionen US-Dollar Strafe.

Die demokratische Kongressabgeordnete Zoe Lofgren aus dem Silicon Valley hat nun einen Gesetzesantrag (PDF) eingebracht mit dem Namen "Aaron`s Law". Damit will sie den "Computer Fraud and Abuse Act (CFAA), der noch von 1984 stammt und damit aus der Zeit vor dem Internet-Zeitalter, ändern und anpassen. "Natürlich kann man damit Aarons Tod nicht rückgängig machen, aber wir können daran arbeiten, zu verhindern, dass sich so ein Fall wiederholt", so die kalifornische Abgeordnete.

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