Bericht
04/23/2012

Amazon: Keine Handy-Lieferung nach Österreich

Schuld dürfte Streit mit Austromechana um Urheberrechtsabgabe sein

Wie die Presse berichtet, sei es ist "derzeit ein kleines Glücksspiel, beim Onlinehändler Amazon in Deutschland USB-Sticks, Handys, MP3-Spieler oder auch Speicherkarten für Fotoapparate zu bestellen." Viele Geräte könnten derzeit nicht an Kunden in Österreich verschickt werden, heißt es. Laut Amazon gehe es bei dem Lieferstopp gehe es um „Produkte, mit denen urheberrechtlich geschütztes Material vervielfältigt oder wiedergegeben werden kann“. Es stehe eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs an, ob eine Abgabe „an österreichische Verwertungsgesellschaften abzuführen ist“, schreibt die Presse weiter.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen Amazon und der Rechteverwertungsgesellschaft Austromechana, die  Abgaben auf CDs, Kopiergeräte, DVDs oder Scanner einhebt und für die Festplattenabgabe eintritt (

). „Amazon weigert sich, die anfallenden Abgaben an uns abzuliefern“, erklärte Austromechana-Direktorin Ursula Sedlaczek gegenüber der Zeitung. Andere Online-Händler aus Deutschland liefern bereits die Festplattenabgabe an die Austromechana - deswegen kann man bei diesen via Amazon ohne Probleme bestellen.

Die Austromechana führt derzeit einen Prozess gegen Amazon, der Europäische Gerichtshof prüft sie als letzte Instanz. Bisher hat die Verwertungsgesellschaft immer Recht bekommen. Amazon argumentiert bis dato, ohnehin in Deutschland schon eine Urheberrechtsabgabe abzuliefern.

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