Netzpolitik
05.11.2014

Angeblicher Datenschutzskandal bei Befragung der WK Wien

Bei der derzeit laufenden Urbefragung der Wirtschaftskammer Wien sei die Nachverfolgung der Wahlkuverts möglich, behauptet der SWV Wien. Die WKW weist dies aufs Schärfste zurück.

Die Wirtschaftskammer Wien hält derzeit eine Urbefragung unter den Wiener Betrieben zu den Themen Sonntagsöffnung in Tourismuszonen, Schanigärten-Öffnungszeiten und Krankenversicherung ab.

Wie der Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien (SWV Wien) behauptet, lassen sich Wahlkuverts, die zur Abstimmung genutzt werden, mittels Barcode zum Absender zurückverfolgen. "Es ist ein lupenreiner Datenschutzskandal, der anhand der Wahlkuverts zur Urabstimmung in der Wiener Wirtschaftskammer sichtbar wird“, kritisiert der Peko Baxant, Direktor des SWV Wien, in einer Aussendung.

"Von einem Datenschutzskandal kann keine Rede sein", heißt es von der Wiener Wirtschaftskammer (WKW) gegenüber der futurezone, "Wir weisen die Vorwürfe aufs Schärfste zurück." Denn laut WKW dienen die Barcodes auf den Rücksendekuverts lediglich dazu, dass niemand mehrfach abstimmen kann: "Die Kuverts werden von den Fragebögen getrennt, sodass absolut sichergestellt wird, dass die Stimmabgabe keinem Unternehmer zuordenbar ist." Außerdem werde die Auswertung der Befragung von einer unabhängigen Hauptwahlkommission, die behördlichen Charakter hat durchgeführt, so die WKW.