Wozu teuer wenn es auch günstig geht? Immer öfter greifen Kunden zu günstigen Modellen, die für ihre Zwecke ausreichen

© ROBERT KNESCHKE - FOTOLIA

Cyberbericht 2013
10/14/2014

Angriffe auf Mobiltelefone und Tablets steigen

Die Europäische Kommission will mit einer Kampagne für mehr Netzsicherheit sorgen. Vor allem Smartphones stellen eine immer größere Gefahr dar.

von Martin Krachler

Der Cyberbericht 2013 des Bundeskanzleramtes bestätigt, was viele bereits geahnt hatten: Im vergangenen Jahr wurden besonders bei Angriffen auf Mobiltelefone hohe Anstiege verzeichnet. Grund dafür sei die wachsende Komplexität der Geräte und die zunehmend rasche Verbreitung von schadhaften Apps. Aber nicht nur Handys sind von dem rasanten Anstieg an Cyberangriffen betroffen, auch Tablets werden eine immer beliebtere Zielscheibe der Angreifer.

Das Ziel der Kampagne

Die Europäische Kommission und deren Mitgliedstaaten rufen daher im „European Cyber Security Month“ (ECSM) zu mehr Bewusstsein im Umgang mit IT-Technologie auf. Geplant sind eine Reihe von Informationsveranstaltungen, die die Wahrnehmung von Daten als unsichtbares, aber wertvolles Gut unter allen Bevölkerungs- sowie Altersschichten schärfen sollen. Mit 38 Veranstaltungen ist Österreich hierbei EU-weiter Spitzenreiter. Gegenüber letztem Jahr konnte die Zahl der national teilnehmenden Organisationen sowie der Veranstaltungen sogar fast verdoppelt werden.

Zwar würden die Österreicherinnen und Österreicher nun schon bewusster mit ihren Daten als vor einigen Jahren umgehen, dennoch gäbe es großen Aufholbedarf appelliert Roland Ledinger, Leiter des Bereiches der Informations- und Kommunikationstechnologie im Bundeskanzleramt, und verweist dabei auf eine Studie des Sicherheitssoftwareherstellers AVG, die besagt, dass bereits 79 Prozent den Download einer App abbrechen, wenn sie mit den eingeforderten Zugangsberechtigungen nicht einverstanden sind.

Im Gespräch mit der futurezone erklärt Ledinger außerdem, dass es nicht das Ziel der Kampagne ist, zu verbieten, sondern aufzuklären: „Jeder muss für sich entscheiden, welche und wie viele Daten er von sich preisgeben möchte. Es gibt auch Autos, die auf der Autobahn 160 km/h fahren und denen klar ist, dass sie damit das Risiko erhöhen, einen Unfall zu haben.“

Schwarze Schafe

Dass es schwarze Schafe in den App-Stores gibt, die unbemerkt sensible Nutzerdaten abziehen, ist Rudolf Ledinger zwar bekannt. Die Vorgehensweise gegen genau jene schadhaften Applikationen sei allerdings schwierig: „Wir befinden uns in einem grenzenlosen digitalen Umfeld“. Oftmals aber ist der Grund für eben jene Datenleaks die Bequemlichkeit des Nutzers: „Ich sollte mir bei jeder Eingabe von Daten genau überlegen, ob ich diese auch hergeben muss und möchte.“ Es dürfe daher also auch niemanden wundern, dass man beispielsweise öffentlich geteilten Instagram-Fotos auf fremden Websites wieder begegnet.

e-Signaturen fördern

Ein weiterer heikler Punkt in puncto IT-Sicherheit sei die Echtheit der Identität einer Person zu verifizieren. Durch die Einführung der e-Signaturen sieht Staatssekretärin Sonja Steßl Österreich in einer Vorreiterrolle. Man habe aber noch großen Aufholbedarf gegenüber etwa Estland, das offiziell 40 Millionen aktive e-Signaturen verzeichnet. „Es ist nirgendwo einfacher als im Internet, sich für jemanden anderen auszugeben“, bestätigt auch Rudolf Ledinger und drängt auf die weitere Verbreitung sowie die intensivere Nutzung von e-Signaturen im Alltag.

Der European Cyber Security Month wurde am Dienstag mit einer Kick-Off-Veranstaltung vom Bundeskanzleramt gestartet. Die Aktivitäten reichen von einer "Bits That Bytes"-Vortragsreihe über einen Workshop "Safer Internet in Schools" bis zu einer Leistungsschau des Bundesheeres im Bereich Cyber-Sicherheit und Cyber-Abwehr. Eine vollständige Liste finden Sie hier.

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