Netzpolitik
21.08.2012

Anonymous greift britische Regierungsseiten an

Die anonymen Hacktivisten haben in der "Operation Free Assange", kurz #OpFreeAssange, Rache für den WikiLeaks-Gründer Julian Assange geübt. Dieser sitzt nach wie vor in der Botschaft von Ecuador in London fest. Großbritannien will ihm kein freies Geleit in sein Exil geben.

Julian Assange sitzt seit etwa zwei Monaten in der ecuadorianischen Botschaft in London fest, um einer Festnahme durch die britische Polizei zu entgehen. Das südamerikanische Land hat dem WikiLeaks-Gründer vergangene Woche mit Rückendeckung vieler anderer südamerikanischen Staaten politisches Exil gewährt.

Assange soll in Schweden der Prozess wegen angeblicher sexueller Vergehen gegen zwei Frauen gemacht werden - er fürchtet außerdem die Auslieferung an die USA, die ihn nach Leaks wie dem "Collateral Murder"-Video und US-Depeschen wohl ebenfalls gerne vor Gericht sehen würden.

Weil Großbritannien dem WikiLeaks-Gründer kein freies Geleit zum Flughafen geben will und ihn jederzeit festnehmen lassen würde, sobald er aus der Botschaft von Ecuador kommen würde, haben jetzt Anonymous-Aktivisten mit DDoS-Attacken die Webseiten der britischen Regierung angegriffen.

Ziel der Angriffe, bei denen versucht wird, die Server mit automaitisierten Massenanfragen zeitweise in die Knie zu zwingen, waren die Seiten des Justizministeriums, des Premierministers sowie des Arbeitsministeriums. Erstere war zeitweise nicht verfügbar.