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AnonPlus
07/18/2011

Anonymous plant Angriff auf Google+

Nachdem das offizielle Google+ Profil von Anonymous gelöscht wurde und auch andere Netzwerke wie Facebook immer wieder Anonymous-Accounts sperren, holt die Online-Gruppierung nun zum Gegenschlag aus. Ein eigenes soziales Netzwerk und eine Operation gegen Google+ sind in Planung.

Die lose organisierte Online-Gruppierung Anonymous plant die Entwicklung eines eigenen, vollständig anonymen sozialen Netzwerkes. Auf der Startseite des Projektes "AnonPlus" wird gemeldet, dass bereits einige Entwickler an der neuen Plattform arbeiten würden. Allerdings wird in der Ankündigung auch um Geduld gebeten, da das Projekt nicht "über Nacht" fertiggestellt werden könne. Ebenso wurde ein Entwicklerforum online gestellt, auf dem bereits Diskussionen über das Layout und mögliche Logos geführt werden. "AnonPlus" soll allerdings nach seiner Veröffentlichung jedem offen stehen und nicht nur Anhängern von Anonymous Unterschlupf bieten. Diese planen derzeit, wie in der offizellen Ankündigung zu lesen ist, einen Angriff gegen Google+.

Operation Google+
Mit diesen Maßnahmen möchte Anonymous auf das Vorgehen zahlreicher sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+ reagieren, die bereits mehrere Accounts von Anonymous und dessen Mitgliedern wegen angeblicher Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen gelöscht haben. Erst vor kurzem ließ Google neben dem offiziellen Google+-Profil von Anonymous auch mehrere Gmail-Accounts von Anonymous-Mitgliedern deaktivieren. Das konsequente Löschen von Google+-Accounts, die mit Pseudonym-Namen angelegt wurden, stößt den Aktivisten von Anonymous ebenso sauer auf.

Anonymes Netzwerk
Presstorm, eine Gruppe mehrerer investigativer Journalisten und Blogger, die aus dem Umfeld von Anonymus stammen, gelten als die Initiatoren von "AnonPlus". Dabei ist die Idee eines sozialen Netzwerkes, das dem Benutzer volle Kontrolle über seine privaten Daten geben möchte, keineswegs neu. Bereits seit einem Jahr ist das dezentral organisierte

in Entwicklung und hat schon im Vorfeld für ein großes Medienecho gesorgt. Mit der Einführung eines eigenen sozialen Netzwerks könnte nun die Organisation von Anonymous aus den IRCs auf eine neue Ebene wandern und, sofern die Benutzung einfach ist, zahlreiche neue Mitglieder anwerben.


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