Netzpolitik
27.06.2011

Anonymous schlägt wieder zu

Nachdem die Gruppe LulzSec am Sonntag überraschend ihre Auflösung verkündet hatte, schlägt nun das Anonymous-Kollektiv wieder zu. Die Netzaktivisten stellten Dokumente aus aus einem US-Anti-Terror-Trainingsprogramm ins Netz. Weitere Veröffentlichungen im Rahmen "Operation Anti-Security" sollen folgen.

"Ein kleiner Teaser, während wir an weiteren Veröffentlichungen arbeiten", hieß es in der Nacht auf Sonntag auf dem Twitter-Account des Anonymous-Kollektivs. Mit dem kleinen Teaser waren Dokumente aus einem Anti-Terror-Trainingsprogramm gemeint, die die Gruppe am im Netz veröffentlichte und die, wie ABC Australia vermutet, von der US-Anti-Terror-Initiative Federal Emergency Management Agency (FEMA) stammen. Die veröffentlichten Dokumente enthalten unter anderem Formulare für die Beantragung von Durchsuchungsbefehlen sowie Angaben zu Sicherheits-Tools.

LulzSec geht in Anonymous auf
Nach der überraschenden 

der Hackergruppe LulzSec am Sonntag hatte Anonymous viel Zuspruch erfahren. Die Zahl der Follower des Kollektivs auf der Microblogging-Plattform Twitter stieg innerhalb von 24 Stunden um über 60.000 auf mittlerweile mehr als 100.000, so ABC Australia. LulzSec hatte seine Anhänger zuvor aufgefordert, sich den Kommunikationskanälen der Anonymous-Bewegung anzuschließen. Auch die LulzSec-Mitglieder dürften mittlerweile unter dem Mantel der Bewegung operieren. "We can confirm that all @LulzSec members have reported aboard", hieß es in einemTweet.

"Operation Anti-Security"
Vor etwas mehr als einer Woche hatten die beiden Gruppen die "Operation Anti-Security" ausgerufen, in deren Rahmen Regierunsseiten kompromittiert werden sollten. Die Tweets der Anonymous-Bewegung lassen jedenfalls darauf schließen, dass in den nächsten Tagen mit weiteren Veröffentlichungen zu rechnen ist. In einem Posting heißt es:  "Wir haben fast 40 Terabyte an internen Daten eines üblen Konzerns gefunden."

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