Netzpolitik
01/31/2014

Auch Grüne schlagen Snowden für Friedensnobelpreis vor

Die Grünen im EU-Parlament haben den früheren Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden wegen der Aufdeckung der umfassenden Internet-Überwachung für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

Die Vizepräsidentin der Grünen im Europaparlament, Ulrike Lunacek, erklärte am Freitag, die „individuelle Nominierung“ sei nach den Regeln in einem Brief an das Nobelpreiskomitee in Oslo erfolgt.

"Weltweite Anerkennung verdient"

„Seine Handlungen haben ungemein zur Förderung demokratischer Werte und dem globalen Bewusstsein unserer gegenseitigen Abhängigkeit und Vernetzung beigetragen, und daher zum Weltfrieden“, heißt es in dem Brief der Grünen an das Nobelpreiskomitee. „Seinem Mut haben wir es zu verdanken, dass wir heute wissen, mit welcher Unverfrorenheit US-amerikanische und britische Geheimdienste europäische Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen ausgespäht und Bürgerrechte verletzt haben. Dafür hat er nicht die Abschiebung ins russische Asyl, sondern weltweite Anerkennung verdient“, würdigte Lunacek die Leistungen Snowdens.

Zuvor hatten bereits zwei norwegische Abgeordnete der Sozialistischen Linkspartei den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden für seine Arbeiten als Whistleblower vorgeschlagen.