Netzpolitik
19.11.2015

Belgien will Verkauf von Handy-Wertkarten verbieten

Als Reaktion auf den Terror in Paris wollen Luxemburg und Belgien den anonymen Kauf von SIM-Karten unterbinden. In Österreich sei ein derartiges Verbot nicht geplant.

Der belgische Ministerpräsident Charles Michel hat angekündigt, den Kampf gegen den Terror zu forcieren. Neben der Bereitstellung von zusätzlichen Geldern soll der anonyme Kauf von SIM-Karten für Handys unterbunden werden.

Ähnliches ist auch in Luxemburg geplant. Mit der Maßnahme habe man dort nicht nur Terroristen im Visier. Denn wie die luxemburgische Tageszeitung Tageblatt berichtet, erwartet man sich dadurch auch Kleinkriminellen, bei denen anonyme SIM-Karten besonders beliebt seien, das Handwerk zu legen.

Kein Verbot in Österreich

Anders als etwa Luxemburg und Belgien plant Österreich als Sicherheitsmaßnahme kein Verbot von anonymen Handy-Wertkarten. Das werde derzeit nicht diskutiert und sei in Österreich auch gar nicht so einfach, sagte der Sprecher von Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ), Christoph Ertl. Hierzulande müsste dafür man das Telekommunikationsgesetz ändern.