Netzpolitik
09/24/2013

Bericht: China könnte Facebook-Verbot in Shanghai aufheben

In der neuen Freihandelszone in Shanghai soll der Zugriff auf ausländische Webseiten unbeschränkt möglich sein, unter anderem auf Facebook, Twitter und die New York Times.

Einem Bericht der South China Morning Post zufolge könnte zumindest in einem Teil von China die bestehenden Beschränkungen für den Besuch einiger Webseiten gelockert werden. Demnach sei geplant, dass in der neu eingerichteten Freihandelszone Shanghai zuvor geblockte Seiten wie die Online-Netzwerke Facebook und Twitter sowie das Online-Angebot der New York Times wieder verfügbar sein könnten. Facebook und Twitter werden seit 2009 in China blockiert.

Freie Anschlüsse auch aus dem Ausland

Die Verwalter der neuen Freihandelszone zeigen sich der Quelle der South China Morning Post zufolge sehr offen und würden auch ausländischen Unternehmen erlauben, Shanghai zukünftig mit Internet-Anschlüssen zu versorgen. Die bisher in Shanghai tätigen Telekommunikations-Unternehmen China Mobile, China Unicom und China Telecom, die sich allesamt im Staats-Besitz befinden, werden aber ebenso Internet-Dienste ohne inhaltliche Beschränkung anbieten.

Mit dieser Entscheidung wolle man ausländischen Investoren, die in Shanghai tätig sind, entgegenkommen, meinte die anonyme Quelle. Die neue Freihandelszone soll sich zu Anfang über eine Fläche von 28,78 Quadratkilometern in der Nähe des Hafens sowie des Flughafens erstrecken und neue Investoren anlocken. Im Laufe der nächsten Jahre könnte die Fläche auf bis zu 1.210,4 Quadratkilometer ausgedehnt werden.