Netzpolitik
14.02.2012

Bestätigt: Gmail und YouTube im Iran blockiert

Der Suchmaschinendienst hat mitgeteilt, dass die Dienste seit dem 10. Februar nicht zugänglich sind.

Google hat Meldungen vom Wochenende bestätigt, wonach das Internet im Iran weiter eingeschränkt wurde. So werde nun der Zugriff auf das Webmail-Portal Gmail und auf YouTube blockiert. Außerdem ist die verschlüsselte Suche nicht nutzbar, so der Suchmaschinenkonzern gegenüber Bloomberg.

Die Einschränkungen betreffen 30 Millionen Internetnutzer. Die offizielle iranische Informations- und Technologie-Organisation, sowie der staatliche Telekom-Betreiber wissen nichts von den Blockaden. Saeed Mahdioun, Leiter der beiden Organisationen, gab an, das Problem falle nicht unter seine Kompetenzen. Er ergänzte, dass er selbst keine fremden E-Mail-Services nutze.

Die Blockade könnte dazu dienen, Oppositionskräften eine wichtige Infrastruktur zu nehmen und so die Organisation von Demonstrationen zu erschweren. Laut Schätzungen sind im Iran insgesamt mehr als fünf Millionen Webseiten blockiert, darunter auch das Online-Netzwerk Facebook.

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