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Spiegel
11/08/2015

BND spionierte österreichisches Innenministerium aus

Der deutsche Bundesnachrichtendienst hat „befreundete“ Staaten systematisch ausgespäht. Auch das österreichische Innenministerium stand auf der Überwachungsliste.

Der BND habe Freunde aus aller Welt systematisch ausgespäht, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. Neben den Innenministerien der USA, Polens, Dänemarks und Kroatien stand auch das österreichische Innenressort auf der Überwachungsliste des deutschen Geheimdienstes. Überwacht wurden laut dem Magazin auch die Anschlüsse der US-Vertretungen bei der Europäischen Union in Brüssel und den Vereinten Nationen in New York.

Aus dem Innenministerium hieß es gegenüber der „Presse“, dass man der Sache nachgehen und sie überprüfen wolle.

Auch NGOs überwacht

Das Interesse des deutschen Dienstes hat sich laut „Spiegel“ aber nicht nur auf staatliche Einrichtungen beschränkt. Auch Nichtregierungsorganisationen wie Care International oder das Internationale Komitee des Roten Kreuzes standen auf der Spähliste. Überwacht wurden außerdem E-Mail-Adressen, Telefon- und Faxnummern von Botschaften und Konsulate der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Schwedens, Portugals, Griechenlands, Spaniens, Italiens, Österreichs, der Schweiz und selbst des Vatikans.