Netzpolitik
08/23/2013

Briten zapfen Unterseekabel im Nahen Osten an

Wie aus Dokumenten des Whistleblowers Edward Snowden hervorgeht, hat Großbritannien eine geheime Basis zur Überwachungs des Internets im Nahen Osten. Das berichtet die britische Tageszeitung Independent.

In welchem Land sich die Basis befindet ist laut dem Independent unbekannt, dem Bericht zufolge können aber E-Mails, Telefonate und der gesamte Web-Traffic in der Region überwacht werden. Möglich wird das durch direktes Anzapfen der Unterwasserkabel.

Das Zentrum leitet die Informationen laut dem Bericht an das GCHQ (Government Communications Headquarters) in Cheltenham weiter, von wo aus sie dann auch an die US-Behörden übermittelt werden.

Das britische Außenministerium wollte sich auf Anfrage der französischen Presseagentur AFP nicht zu dem Bericht äußern. „Wir kommentieren keine geheimdienstlichen Anliegen“, hieß es lediglich. Wie genau der Independent an die Dokumente gekommen ist, ist noch unklar. Bislang war lediglich bekannt, dass Snowden Material an den Guardian-Journalisten Glenn Greenwald weitergegeben hat.

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