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Netzpolitik
07/19/2015

Britische Regierung schenkt jedem Schulkind Mini-Computer

Alle elf- und zwölfjährigen Schulkinder in Großbritannien bekommen im Herbst einen "BBC Micro:bit"-Minicomputer, um spielerisch zu lernen, wie Rechner funktionieren.

Eine Million Hosentaschencomputer will die britische Regierung verschenken. Der BBC Micro:bit ist eine kreditkartengroße, nackte Platine, ohne Bildschirm, Keyboard oder anderes Zubehör, das man üblicherweise mit einem Computer in Verbindung bringt. Deer Minicomputer ist programmierbar und kann mittels Kabeln und Klemmen als Steuerungsmodul für diverse Projekte dienen. Beispielanwendungen sind eine elektrische Gitarre, ein automatisches Pflanzenwässerungssystem, ein Lautsprecher oder eine Spielkonsole, wie fastcoexist berichtet.

Gerade die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass die Kinder sich spielerisch mit den Micros beschäftigen und dabei nach und nach lernen, wie ein Computer funktioniert. Auf dem Micro befindet sich eine Anordnung von 5 mal 5 LEDs, die als einfache Anzeige dienen. Zudem gibt es frei programmierbare Knöpfe, Beschleunigungssensoren, ein Bluetooth-Modul, einen Kompass und Sensoren für Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Damit hat der Micro viele Komponenten, die auch in Smartphones zu finden sind. Via USB knann der Minirechner mit anderen Geräten verbunden werden. Zusätzlich zum Rechner soll es Projekt-Pakete geben, die alles enthalten, was für eine bestimmte Anwendung des Micro nötig ist.

Die Micros solllen im Oktober an 11- und 12-jährige SchülerInnen verteilt werden. Ermöglicht wird die Aktion durch Zuschüsse der Regierung. In den Jahren gab es ein ähnliches Projekt in Großbritannien, bei dem Computer an Schüler verteilt wurden. Die beteiligten Partner Arm, Microsoft, Farnell, Nordic, Freescale, Microsoft, Sciencescope und die BBC übernehmen ebenfalls einen Teil der Kosten.