Netzpolitik
17.02.2015

Bürgerrechtler verhelfen zu Auskunft über Überwachung

Internet-Nutzer können nun herausfinden ob sie von der NSA und vom britischen Geheimdienst GCHQ überwacht wurden.

Anfang Februar erklärte ein Gericht die massenhafte Sammlung privater Daten und den Zugriff auf Datenbanken der NSA durch den britischen Abhördienst GCHQ bis zum vergangenen Dezember für illegal. Die Menschenrechtsorganisation will nun auf Basis dieser Entscheidung Internet-Nutzern dabei helfen, herauszufinden, ob sie ins Visier der Geheimdienste geraten sind, berichtet netzpolitik.org.

Online-Formular

Dazu hat Privay International ein Online-Formular veröffentlicht, mit dem eine Anfrage bei der zuständigen britischen Behörde Investigatory Powers Tribunal gestellt und die Löschung der gespeicherten Daten verlangt werden kann. Die Organisation will die Anfragen gesammelt an die Behörde weiterleiten.

Die Eingabe an das Investigatory Powers Tribunal steht nicht nur britischen Staatsbürgern, sondern allen Internet-Nutzern offen. In Erfahrung gebracht kann dabei werden, welche Daten von der NSA bis zum Dezember 2014 im Rahmen der Überwachungsprogramme Prism und Upstream an den britischen Geheimdienst weitergegeben wurden.

Bis Nutzer Antworten auf die Eingabe erhalten, könnte es einige Zeit dauern, schreibt Privacy International. „Es könnten Monate, wenn nicht sogar Jahre vergehen.“