© Joerg Sarbach, AP

Politik

Bulgarien untersagt Vorratsdatenspeicherung

Das bulgarische Verfassungsgericht hat die mit einer Gesetzesnovelle aus dem Jahr 2010 eingeführte Vorratsdatenspeicherung außer Kraft gesetzt. Das Gericht veröffentlichte am Donnerstag seine Entscheidung zu einer Klage des Ombudsmanns Konstantin Pentschew. Die gekippte Regelung hatte Telekom-Unternehmen und Internetprovider verpflichtet, Telefon- und Internetverbindungsdaten mindestens ein Jahr lang aufzubewahren.

Der Ombudsmann hatte in seiner Klage argumentiert, dass die "Freiheit und das Geheimnis der Korrespondenz" in der bulgarischen Verfassung verankert seien. Auch Juristen und Vertreter der Zivilgesellschaft in dem einst kommunistischen Ostblockland hatten die Vorratsdatenspeicherung heftig kritisiert. Diese hätte laut Gesetzgeber zur effektiveren Verbrechensbekämpfung beitragen sollen. Der Europäische Gerichtshof hatte 2014 ein entsprechendes EU-Gesetz außer Kraft gesetzt.

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