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Netzpolitik
12/01/2013

Bundesheer trainierte mit NATO und Partnern Cyber Defence

Die Cyber Coalition 2013 übte die gemeinsame Abwehr von Cyberangriffen. Mit dabei waren rund 100 Soldaten des österreichischen Bundesheeres.

Rund 100 Soldaten des österreichischen Bundesheeres haben Ende November gemeinsam mit allen NATO-Staaten sowie den neutralen Nationen Irland, Schweden, Finnland und der Schweiz an der NATO-Übung Cyber Coalition 2013 teil. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntag in einer Aussendung mitteilte, wurden die Soldaten bei dem vierttätigen Kurs auf ihre Fähigkeit zur Abwehr von Cyber-Attacken getestet.

Konkrete Ziele dieser Übungsreihe waren demnach das Erkennen und die koordinierte Abwehr von Cyberangriffen sowie die Wiederherstellung einer geordneten Kommunikation zwischen militärischen Missionen, internationalen Hauptquartieren und nationalen Ministerien. Österreich beteilige sich seit 2010 als Beobachter und seit 2012 als Teilnehmer an diesen jährlichen Übungen des NATO Cooperative Cyber Defence Center of Excellence in Tallinn.

milCERT

Das Bundesheer stellt laut Aussendung gerade eigene Strukturen für die Cyber Defence auf - das Military Cyber Emergency Readiness Team (milCERT). Für Oberst Walter Unger hatte die Übung zur Optimierung der Abläufe für die Cyber Abwehr im Bundesheer sowie für die Verbesserung der Zusammenarbeit im nationalen und internationalen Verbund gedient. "Nur mit internationalem Wissensaustausch ist ein Aufbau von Cyber-Defence-Fähigkeiten möglich", so Unger.

Die Übung fand aber nicht nur im virtuellen Raum statt, hieß es in der Aussendung. Nachdem derartige Angriffe Ausfälle der Kommunikation mit sich ziehen, haben Angehörige der Führungsunterstützungsbataillone Notverbindungen aufgebaut, die auch ohne Stromnetz funktionieren. So seien Fernsprech- und Datenverbindungen zwischen Wien, Graz und Salzburg hergestellt worden. Im Anlassfall könne damit die Verbindung der wichtigsten Schaltstellen der Republik sichergestellt werden.

Neben dem Bundesheer mit dem Abwehramt, dem Führungsunterstützungszentrum und den Streitkräften nahmen im Rahmen des Computer Emergency Reaction Team (CERT) - Verbundes laut Ministerium auch das Bundeskanzleramt mit dem GovCERT und CERT.at an der Übung teil.