Netzpolitik
18.06.2016

Bundesnetzagentur droht Telefónica wegen Roaming

Die Bundesnetzagentur verlangt einem Bericht zufolge vom Mobilfunker Telefónica Deutschland die Umsetzung neuer Regeln für das mobile Telefonieren und Surfen im EU-Ausland.

Wie die „Rheinische Post“ (Samstag) schreibt, werde die Behörde am Montag „unter Androhung eines Zwangsgeldverfahrens schriftlich auffordern, die Verordnungskonformität unverzüglich herzustellen“. Laut Zeitung halte sich der nach Kunden größte deutsche Mobilfunkanbieter (o2, Base) nicht an EU-Vorgaben zu sogenannten Roaming-Gebühren, also Zusatzkosten für die Handy-Nutzung im Ausland. Die Behörde war am Samstag nicht für Nachfragen zu erreichen.

Ein Konzernsprecher sagte am Samstag in München, Telefónica sei im Gespräch mit der Bundesnetzagentur. „Mehr können wir im Moment nicht dazu sagen, da uns noch kein Schreiben vorliegt.“ Hintergrund des Streits sind Vorgaben der EU, die sogenannten Roaming-Gebühren deutlich zu senken, zu begrenzen und später ganz abzuschaffen. Zuvor mussten Verbraucher im Ausland oft saftige Zusatzgebühren bezahlen.