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Open Data
02/17/2014

Bures: Nicht für Google-ÖBB-Datendeal zuständig

Die Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie hat die parlamentarische Anfrage beantwortet, die Auskunft zur Open-Data-Politik der ÖBB fordert.

Marco Schreuder, der netzpolitische Sprecher der Grünen, hat Mitte Dezember eine parlamentarische Anfrage an das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gestellt. Darin wurde gefragt, ob die ÖBB mit Google einen Vertrag geschlossen hat, da das US-Unternehmen die Exklusivrechte auf die Daten der Zugverbindungen hat. Diese werden in Google Maps eingebunden. Weiters wurde gefragt, ob die Verkehrsauskunft Österreich (VAO) als Open Data Schnitte zur Verfügung stehen wird und ab wann Echtzeitdaten des Öffentlichen Verkehrs zur Verfügung stehen.

Jetzt liegt die schriftliche Antwort der Bundesministerin Doris Bures vor. Zum Google-ÖBB-Deal gibt es keine neuen Informationen: „Der Abschluss derartiger Verträge fällt in den Verantwortungsbereich der ÖBB-Holding AG.“

Das VAO könne laut Bures keine Open Data Plattform werden, da die dort bereitgestellten Daten nicht Eigentum der Plattform, sondern der Partner seien, die die Daten erheben. Es sollen aber für „Forschungszwecke Dritter sogenannte Testmandanten“ eingerichtet werden. Diese sollen „vor allem die Verwendung der Routing-Schnittstelle der VAO (Routingergebnisse aller relevanten Verkehrsangebote)“ für Forschungszwecke ermöglichen. Ziel sei, dass Echtzeitdaten der Öffentlichen Verkehrsbetriebe bis Ende 2015 „eine flächige Verfügbarkeit“ erreichen.