T-Mobile CEO John Legere ist für seine exzentrischen Auftritte bekannt, zudem hält er sich nicht mit Kritik an der Konkurrenz zurück

© Reuters/STEVE MARCUS

Netzpolitik
07/04/2014

Chef von T-Mobile USA wirft US-Behörden Rufschädigung vor

Nach Klage der Wettbewerbsbehörde FTC wegen Kundenbetrugs, kritisiert John Legere, CEO von T-Mobile USA die Aufsichtsbehörde scharf.

Nach der Klage gegen T-Mobile USA wegen Kundenbetrugs hat der Chef der Deutsche-Telekom-Tochter, John Legere, den US-Behörden Rufschädigung vorgeworfen. „Die FTC hat es prima geschafft, ihre Geschichte und die Nachricht auf Kosten des Rufs von T-Mobile (USA) und von mir zur Sensation zu machen“, erklärte er am Donnerstag in einem Firmenblog. Die Klage gehe auf politische Spielchen in Washington und dem Einfluss von Lobbyisten der großen Telekommunikationskonzerne zurück.

Klage wegen Kundenbetrug

Die US-Wettbewerbsbehörde FTC wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern. Sie hatte T-Mobile USA vor kurzem vorgeworfen, Kunden Zusatzdienste von Drittanbietern wie Textbotschaften mit Horoskopen, Flirt-Tipps oder Prominenten-Klatsch in Rechnung gestellt zu haben, die diese gar nicht abonniert hätten.

Auch die Börsenaufsicht FCC hat eine Untersuchung angekündigt. Legere hatte die Vorwürfe bereits als unbegründet zurückgewiesen. Sein Unternehmen berechne den Kunden diese Texte seit vorigem Jahr nicht mehr und biete zudem die Möglichkeit an, zu viel gezahlte Gebühren zurückzufordern.