Netzpolitik
21.09.2017

Chinas Bitcoin-Community unter Druck: Ausreiseverbote

Chinesische Medien berichten, dass Manager von Cryptowährungsbörsen mit Ausreiseverboten belegt wurden.

Angeblich sollen mehrere Manager von chinesischen Crypto-Börsen von der Regeierung mit Reiseverboten belegt worden sein, berichtet trustnodes unter Berufung auf chinesische Medien. Die australische Financial Review bestätigt entsprechende Berichte und nennt eine Quelle aus dem Umfeld von Huobi, einer der größten chinesischen Crtyptobörsen.

Komplettes Verbot

So soll der Gründer von Huobi aufgefordert worden sein, sich bei den Behörden zu melden und sich für eventuelle Kooperationsgesuche der Ermittler bereitzuhalten. Die chinesische Regierung setzt damit ihren harten Kurs gegen Cryptowährungen fort. Hintergrund dürfte wohl sein, dass Bitcoin und Co es chinesischen Bürgern ermöglichen, die Kapitalverkehrskontrollen der Regierung zu umgehen.

Jetzt machen sich auch die Bitcoinminer in China sorgen. Das Land gilt als ein Zentrum der globalen Cryptowährungsschöpfergemeinde. Ein Investor wird von der AFP mit den Worten zitiert, dass sich die Miner "auf das Schlimmste vorbereiten". Nach der Überraschenden Schließung mehrerer Cryptobörsen könnte die Regierung als nächstes die Miner ins Visier nehmen. Das könnte für ein bevorstehendes totales Verbot von Cryptowährungen in China sprechen, wie es das Wall Street Journal für wahrscheinlich hält.