Kerry wolle den Vorwürfen, US-Unternehmen würden China beim Aufbau der "Großen Firewall" unterstützen, nachgehen
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Zensur

Chinesische Blogger bitten US-Außenminister um Hilfe

Chinesische Blogger haben US-Außenminister John Kerry um Hilfe gegen chinesische Internetblockaden gebeten, die dort die „Große Firewall“ genannt werden. In einem Treffen mit Kerry vor seinem Weiterflug nach Indonesien beklagten sie verschärfte Zensur. Auch warfen die vier bekannten Blogger US-Unternehmen vor, den chinesischen Behörden mit ihrer Technik bei der Kontrolle des Internets und sozialer Medien zu helfen. Der US-Außenminister versprach, diesen Vorwürfen nachzugehen.

Mehr Freiheit für Wirtschaftswachstum

Kerry setzte sich für den freien Fluss von Informationen in China ein. „Wir sind der Überzeugung, dass die chinesische Wirtschaft mit größerer Freiheit im Internet auch stärker wird“, sagte Kerry in dem 40-minütigen Treffen in der US-Botschaft. Der Finanz-Blogger Zhang Jialong fragte Kerry, ob die USA auf der Seite der Chinesen stünden, „die nach Freiheit suchen“, und ob sie helfen würden, „die Große Firewall einzureißen“.

Die Lage von Bürgerrechtlern habe sich nicht verbessert, beklagte Zhang Jialong, der 100 000 Follower besitzt. Er erwähnte den Juristen Xu Zhiyong, der gerade zu vier Jahren Haft verurteilt wurde, sowie den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo. Auch der Blogger Wang Keqin, der Korruption enthüllt hatte, kritisierte Rückschritte in der Internetfreiheit in China.

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