Netzpolitik
18.03.2016

Clinton nutzte Blackberry trotz NSA-Sicherheitsbedenken

Neue Dokumente zeigen, dass Hillary Clinton als Außenministerin unbedingt ein Blackberry verwenden wollte, während die NSA ihr ein anderes Mobilgerät verpassen wollte.

Einer der Gründe, warum die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton Staatsgeheimnisse auf ihrem privaten E-Mail-Konto lagerte, war ihre Vorliebe für Blackberry-Smartphones. Wie Ars Technica berichtet, ist der konservative politische Verein Judicial Watch an Dokumente gekommen, die zeigen, wie Clintons Team fieberhaft versuchte, der Außenministerin ein ähnliches Blackberry zu verschaffen, wie es US-Präsident Barack Obama und Clintons Vorgängerin als Außenministerin, Condoleeza Rice, benutzt hatten.

Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen im Außenministerium konnte Clinton ihr Blackberry nicht im Büro nutzen. Den Desktop-Rechner benutzte sie offenbar nicht gerne, um E-Mails abzurufen. Die gewohnte Weise, per Blackberry, war ihr so viel lieber, dass sie mehrmals pro Tag das Gebäude verließ, um die E-Mails auf ihrem Smartphone anzusehen.

Trotz der Bemühungen von Clintons Team, der NSA ein modifiziertes Blackberry abzuringen, wollte der Geheimdienst der Außenministerin lediglich ein so genanntes SME PED zukommen lassen - ein klobiges, auf Windows CE basierendes Mobilgerät. Clinton lehnte dessen Gebrauch genauso wie jenen eines Desktop-Computers ab und entschied sich offenbar dafür, trotz aller Sicherheitsbedenken ihr privates Blackberry weiter zu verwenden.

Hillary Clintons E-Mails sind mittlerweile in einer eigenen WikiLeaks-Datenbank durchsuchbar.