Netzpolitik 20.10.2014

Computerspielbranche fordert mehr Tempo bei Digitalpolitik

Der Deutsche Branchenverband für Computerspielhersteller fordert einen schnelleren Breitbandausbau in Deutschland. Auch die Netzneutralität müsse fixiert werden.

Die Computerspielbranche drängt die Bundesregierung, rasch mehr Geld in den Breitbandausbau und andere Bereiche der Digitalpolitik zu stecken. Die Pläne aus der „Digitalen Agenda“ müssten zügig umgesetzt werden, forderte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) am Montag.

Bisher mangele es an „den notwendigen finanziellen Mitteln und konkreten Maßnahmen“, erklärte BIU-Geschäftsführer Maximilian Schenk. Er drängte auf mehr Tempo: Es sei wichtig, dass „wir keine Zeit verlieren“.

Netzneutralität fixieren

In einem offenen Brief an die drei zuständigen Bundesministerien - Verkehr und digitale Infrastruktur, Wirtschaft sowie das Innenministerium - erklärte der Verband, die bisher eingeplanten Gelder seien nicht ausreichend. Der Ausbau schneller Breitband-Internetverbindungen müsse ehrgeiziger verfolgt werden.

Risikokapital-Anlagen, die besonders Start-ups zum Anschub ihres Geschäfts nutzen, müssten gefördert werden. Auch die Netzneutralität, nach der alle Datenpakete gleich schnell durchgeleitet werden, müsse festgeschrieben werden, forderte der Videospielverband.

Am Dienstag treffen sich Vertreter der IT-Branche und Politiker auf dem IT-Gipfel in Hamburg, der vom Bundeswirtschaftsministerium veranstaltet wird.

( DPA ) Erstellt am 20.10.2014