Netzpolitik
21.10.2012

Cyberwar: Geheimdienste sollen Firmen warnen

Weißes Haus will Informationsaustausch und Frühwarnsystem vor Netz-Angriffen.

Das Weiße Haus hat einen Plan erarbeitet, der vorsieht, dass die US-Geheimdienste ihre Informationen zu bevorstehenden Cyber-Angriffen an die betroffenen Firmen weiterleiten. Laut der Order, die noch von Präsident Obama unterzeichnet werden muss, wird das Department of Homeland Security die Führungsposition einnehmen. Sie soll - so ein Bericht von AP - alles koordinieren, die geheimen Berichten sammeln sowie analysieren und danach an die möglichen Ziele weiterleiten.

Informationsaustausch
Die Firmen werden informiert und bekommen eine kurze Zusammenfassung der Lage, um entsprechend reagieren zu können. Laut dem Papier sollen Unternehmen geschützt werden, die für die US-Wirtschaft und Erhaltung der Infrastruktur wichtig sind. Dazu gehören etwa Energiekonzerne, Transportunternehmen oder der Finanzsektor. Auf Geheimdienstseite sollen das Pentagon, die NSA und das Justizministerium zusammenarbeiten.

Der Wissensaustausch soll übrigens auch umgekehrt funktionieren: Falls der in einem Konzern zuständige Sicherheitsexperte von möglichen Bedrohungen erfährt, soll er diese an die Behörden weiterleiten. Die Bündelung von Geheimdienstinformationen sowie das frühzeitige Warnen sollen vor Angriffen anderer Staaten schützen, erhofft sich das Weiße Haus.

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