Dropbox-Nutzer im Visier von Spammern

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Netzpolitik
09/12/2014

Dropbox sollte zu Behördenanfragen schweigen

Der Cloud-Speicher-Dienst Dropbox hat seinen Transparenzbericht veröffentlicht. Demnach beinhalten 80 Prozent der Auskunftsansuchen von US-Behörden eine Schweigeklausel.

Im vergangenen Halbjahr hat Dropbox 268 Anfragen zu Nutzern von US-Strafverfolgungsbehörden erhalten. Außerdem seien bis zu 249 Auskunftsansuchen, die die "nationale Sicherheit" betreffen, eingegangen. Eine genaue Zahl darf hier nicht veröffentlicht werden. Das geht aus dem Transparenzbericht hervor, den Dropbox veröffentlicht hat.

Die 268 Anfragen beinhalten 120 Durchsuchungsbefehle, 109 Vorladungen und 37 Anfragen kamen von Nicht-US-Behörden. In Bezug auf seine 300 Millionen Nutzer sei die Zahl der Anfragen wenig, so Dropbox.

Schweigeklausel

Insgesamt beinhalten 80 Prozent dieser Anfrage eine Schweigeklausel, mit der die Behörden von Dropbox verlangen, die User nicht über die Informationsansuchen zu benachrichtigen. Bemerkenswert dabei ist, dass Dropbox, sollten sie ein derartiges Auskunftsansuchen mit Schweigeklausel erhalten, das gerichtlich nicht gedeckt ist, die betroffenen Nutzer dennoch darüber informiert.

Reform der US-Abhörgesetze gefordert

Zusammen mit der Veröffentlichung des Transparenzberichtes richtet sich Dropbox an den US-Senat und fordert eine schärfere Reform der US-Abhörgesetze. Dropbox setze sich für "mehr Transparenz, besseren Gesetzen und mehr Schutz von persönlichen Informationen" ein.

Mit dieser Forderung steht Dropbox nicht alleine da. Eine Reihe von Technologiefirmen fordern schärfere Reformen der US-Abhörgesetze.