Netzpolitik
30.10.2013

Ecuador zieht Asyl für Snowden weiterhin in Erwägung

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Snowden hält sich derzeit an einem unbekannten Ort in Russland auf, wo er am 1. August für ein Jahr Asyl erhielt.

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa zieht weiterhin in Erwägung, dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden Asyl zu gewähren. Sollte Snowden, der von der US-Justiz wegen Geheimnisverrats gesucht wird, nach Ecuador kommen und dort Asyl beantragen, "werden wir den Antrag annehmen, die rechtlichen Aspekte prüfen und eine Entscheidung treffen", sagte Correa am Dienstag bei einem Besuch in Moskau.

Bei seinem Gespräch mit Präsident Wladimir Putin habe Snowden aber "absolut" keine Rolle gespielt. Der IT-Spezialist hatte im Juni damit begonnen, geheime Informationen über umfangreiche Spähprogramme, mit denen der US-Geheimdienst NSA und andere Nachrichtendienste weltweit massenhaft E-Mails und Telefonate überwachen, an Medien weiterzugeben. Er flüchtete aus den USA zunächst nach Hongkong und von dort nach Russland. Ecuador war seither mehrfach als möglicher Zufluchtsort im Gespräch.