Netzpolitik
06/23/2013

Edward Snowden beantragte Asyl in Ecuador

Berichten zufolge ist der Whistleblower aus Hongkong ausgereist und nach Moskau geflogen. Von dort aus hat er sich nach Lateinamerika auf den Weg gemacht und in Ecuador um Asyl angefragt - ebenso wie WikiLeaks-Gründer Julian Assange.

Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, Enthüller der Spähprogramme der USA und Großbritanniens, ist nach einem Bericht der Zeitung „South China Morning Post" am Sonntag von Hongkong nach Moskau geflogen. Demnach habe er Hongkong an Bord einer Aeroflot-Maschine verlassen und wollte von Moskau zu einem dritten Ziel weiterreisen.

Zunächst war unklar, in welches Land der Whistleblower flüchten will. Als Optionen wurden Island aber auch Ecuador genannt. Er sei am Morgen um 10.55 Uhr Ortszeit in Hongkong abgeflogen und soll um 17.15 Uhr Ortszeit in Moskau landen. Später hieß es dann, der aus Hongkong ausgereiste US-Geheimdienstspezialist und Informant Edward Snowden will nach russischen Medienberichten von Moskau nach Lateinamerika weiterfliegen.

Asyl-Antrag in Ecuador
Am Abend war schließlich klar: Ebenso wie WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat auch Snowden Asyl in Ecuador beantragt. Dies bestätigte Ecuadors Außenminister Ricardo Patino am Sonntagabend via Twitter.

Die Reiseroute führte über die kubanische Hauptstadt Havanna nach Caracas in Venezuela, meldete der Radiosender Echo Moskwy am Sonntag unter Berufung auf einen Mitarbeiter von Aeroflot.

Am Freitag hatte die US-Justiz den in Hongkong untergetauchten Snowden offiziell der Spionage beschuldigt und einen Haftbefehl ausgestellt. Seitens Hongkong hieß es, man habe die USA über Snowdens Ausreise informiert.

Mehr zum Thema

  • USA beschuldigen Snowden offiziell der Spionage