Eric Schmidt will Google-Anteil reduzieren

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Netzpolitik
05/26/2013

Eric Schmidt: Google soll Inhalte "vergessen"

Laut dem Google-Aufsichtsratsvorsitzenden soll die Suchmaschine in Zukunft peinliche Inhalte nach einer gewissen Zeit "vergessen" oder schwieriger auffindbar machen. Ihm zufolge habe es noch nie zuvor eine Generation gegeben, die ihr ganzes Leben in Form von Bildern im Internet festgehalten habe und daher die Gegebenheiten angepasst werden müssen.

Google-Vorstandsvorsitzender Eric Schmidt kritisierte im Rahmen des von der britischen Tageszeitung Telegraph veranstalteten Hay Festivals den Umgang Jugendlicher mit Privatsphäre. Ihm zufolge liege es auch in Googles Verantwortung, ältere Informationen zu löschen, um derartige Fehler nicht einfach auffindbar zu machen. "Es gab noch nie eine solche Generation, die ihr komplettes Leben in Form von Bildern festgehalten hat. Wir [Anm.: Google] sind dafür verantwortlich, dass wir gewisse Informationen nach einer Weile einfach vergessen. Das ist einfach das Richtige."

Keine Zensur
Für Schmidt ist auch der Umgang vieler Internet-Nutzer mit persönlichen Inhalten fragwürdig. So würden beispielsweise Ultraschallbilder von werdenden Eltern gepostet werden, bevor das Kind überhaupt einen Namen bekommt - das habe für ihn ein "überwältigend überzogenes Niveau" erreicht und gehe ihm zu weit. Trotz des von ihm geforderten "Recht auf Vergessen" betonte er allerdings, dass sich Google weiterhin nicht an Zensur-Maßnahmen beteiligen werde und Inhalte nur entfernt, wenn diese in einem Land illegal sind.

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